Trauerbegleitung
Trauer ist ein starkes Gefühl. Der Körper reagiert auf den Verlust und drückt den Schmerz der Seele aus. Jetzt kommt es darauf an, der Trauer immer wieder Raum zu geben – und gleichzeitig immer wieder auf das Schöne des Lebens zu schauen. So entsteht ein Auf und Ab der Gefühle. Weinen, mit Menschen lachen und dann wieder weinen. Im Laufe der Zeit werden die Phasen der schweren Trauer kürzer und seltener. Es ist normal, dass die Zeit der Trauer bei jedem Menschen unterschiedlich lange dauert. Die Erfahrung zeigt: je länger eine enge Beziehung bestand, desto länger meldet sich die Trauer. Bei sehr tiefer Trauer z.B. beim Verlust eines Kindes, kann sie ein Leben lang immer wieder hochkommen.
Manchmal fehlt einfach jemand, bei dem die Trauer ungehemmt kommen darf, und in der Trauerbegleitung ist Raum dafür. Und manchmal gelingt es nicht, in dieses gesunde Auf und Ab der Gefühle zu kommen. Wenn Sie merken, dass Sie auch nach Monaten nicht aus der Schwermütigkeit herausfinden und gar keinen Antrieb mehr haben oder wenn Sie Beschwerden haben, die medizinisch abgeklärt sind, jedoch ihre Ursache vermutlich in der Trauer haben und deshalb hartnäckig bleiben, dann kann eine Begleitung helfen, die Trauer „in Fluss“ zu bringen, um aus dem Tief herauszukommen. Auch bei einer komplizierten und belasteten Beziehung zu dem verstorbenen Menschen kann es hilfreich sein, noch einmal auf die gemeinsame Geschichte zu schauen und Verstrickungen versuchen zu lösen.
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